Fundamental Things

Schrift und Buchkunst
22. Mai bis 18. August 2017

Vernissage am Montag, 22. Mai 2017, 19 Uhr - Einladungskarte

Die Arbeiten der Kalligrafin und Buchkünstlerin Marí Emily Bohley, die sie zur Zeit in ihrer Ausstellung „FUNDAMENTAL THINGS“ im Stadtarchiv Dresden zeigt, sind inspiriert von  dort gelagerten Archivalien aus dem 14. bis 16. Jahrhundert.  Zu sehen sind kalligrafische Gestaltungen auf Ziegenpergamenten, großformatige Arbeiten auf handgeschöpftem Papier aus Indien sowie verfremdete Zirkelkästen, Schusterleisten mit Fragmenten alter Bücher und Handschriften aus China, Korea und Japan. Marí Emily Bohley nutzt ihre Kenntnis historischer Schrift- und Buchbindetechniken für kraftvolle, eigene Wege und Aussagen.

Ort: Stadtarchiv Dresden, Elisabeth Boer-Straße 1, 01099 Dresden Webseite
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten (Mo + Mi 9-16, Di + Do 9-18, Fr 9-12 Uhr) des Stadarchives besucht werden.

Am Anfang war das Wort...

Kalligrafie-Ausstellung
29. April bis 25. Juni 2017

Vernissage am Samstag, 29. April 2017, 17 Uhr

Gemeinschaftsausstellung des Halleschen Kunstvereins anlässlich des Reformationsjubiläums mit Barbara Dimanski, Hannelore Heise, Mechthild Bungenberg, Prof. Rolf Müller aus Halle, Hannelore Klätte aus Herrnhut und Mari Emily Bohley aus Dresden

Ort: Oper Halle, Universitätsring 24, 06108 Halle (Saale) Webseite
Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Oper betrachtet werden.

 

Wechselspiele

Schrift und Buchkunst von Marí Emily Bohley und Birgit Naß
9. September 2017 bis 15. April 2018

Vernissage am Samstag, 9. September 2017

Die Ausstellung „Wechselspiele“ zeigt verschiedene Aspekte der Arbeiten von Marí Emily Bohley und Birgit Nass. In den von ihnen gemeinsam veranstalteten Kursen teilen die Künstlerinnen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten mit den Kursteilnehmerinnen, inspirieren sich aber auch gegenseitig, denn beide verbindet die Freude am Spiel mit Schrift und Wortbedeutungen und die Suche nach neuen Ausdrucksformen. Was dem Betrachter am Ende als leichte, schnelle Geste erscheint, ist meist das Resultat jahrelanger Übung und Erfahrung. Die Ausstellung „Wechselspiele“ zeigt Kalligrafien, Collagen sowie Bücher und Buchobjekte beider Künstlerinnen in denen ihre ganz individuellen, künstlerischen Stile sichtbar werden.

Ort: Schriftmuseum Bartlhaus, Museumstr. 16, A-4643 Pettenbach, Österreich
www.schriftmuseum.at

Le Geste fait Signe

Internationale Kalligrafie Ausstellung in Frankreich
10. März bis 21. April 2018

Vernissage am Samstag, 10. März 2018

Orte: La Quincaillerie Atelier/Galerie, Avenue Jean Tassy, F-30430 Barjac  - Webseite & Schloss in Barjac & Médiathèque (Medienzentrum) in Uzès - Webseite

Mitwirkende Künstler:
Marí Emily Bohley, Dresden, Deutschland | Ewan Clayton, Brighton, GB | Julien Chazal, Paris, Frankreich | Monica Dengo, Arezzo, Italien | Thomas Ingmire, San Francisco, USA | Denise Lach, Huningue, Frankreich | Yves Leterme, Brügge, Belgien | Anja Lüdtke, Hamburg, Deutschland | Brody Neuenschwander, Brügge, Belgien | Birgit Nass, Hamburg, Deutschland | Laurent Pflughaupt, Paris, Frankreich | Massimo Polello, Turin, Italien | Laurent Rébéna, Bagneux, Frankreich | Kitty Sabatier, Toulouse, Frankreich | Andy Schenk, Basel, Schweiz | Edith Schmid, Saint-Hyppolite du Fort, Frankreich | Elmo van Slingerland, Rotterdam, Belgien

Erläuterungen des Veranstalters Florian Besset zum Thema « Le Geste fait Signe »:
Auf Französisch ein doppelsinniges Wortspiel. Le geste fait signe: (fait signe: zum Zeichen gemacht) Die Geste wird zum Zeichen, einerseits. Le geste fait signe (faire signe = ansprechen): Die Geste welche, durch ihre Konkretisierung in der Form eines Zeichens, anspricht, aussagt und bewegt, andererseits. Und dies über die Lesbarkeit hinaus, oder trotz des “Verlustes” der Lesbarkeit. Auf den Spuren der Faszination welche es der westlichen Kalligrafie erlaubt, sich von der reinen Lesbarkeit zu befreien. Worin besteht die Faszination welche über die Lesbarkeit hinaus wirkt, über die primäre Funktion der Schrift hinaus, bis zum Übergang zur Malerei. Anne Zali z. B. drückt es folgendermassen aus: « Une exploration… « (…) dans l’épaisseur profonde d’un geste polyphonique, chantant, dessinant, qui déborde très largement la langue. » Meine bescheidene Übersetzung: “Eine Forschungsreise in der Dichte einer polyphonen Geste, singend, zeichnend, weit über die Sprache selbst.” Oder der Philosoph Roland Barthes: « L’illisibilité, loin d’être une défaillance, serait la vérité de l’écriture. »  “Die Unlesbarkeit, weit von einem Versagen entfernt, wäre die eigentliche Wahrheit der Schrift.”